Proviantieren oder Bunkern

Wie mache ich es aktuell? Wie soll es später funktionieren?

In der Großstadt schnappen wir uns den Rucksack, andere das Auto und fahren oder gehen zu Fuß zum nächst gelegenen großen Supermarkt. Dieser bietet meist alles was das Herz begehrt, den Wünschen sind kaum Grenzen gesetzt. Alles gibt es im Überfluss, ob Saison oder nicht.

Das ist auf einem Dorf oder einer kleinen Stadt in Griechenland nicht portierbar. Hier werden meist nur die Lebensmittel angeboten, welche Saison haben. Lebensmittel die in Deutschland wie warme Semmeln über die Theke gehen sucht man hier vergeblich in den Regalen. Beispiele hierfür sind Frühstücks Bacon, Erdnüsse in Dosen, Wiener Würstchen, Leberwurst und viele andere Dinge. Der Grieche isst halt anders.

Hier in der Marina Aktio fährt von Mo – Sa ein Shuttle, der hält genau vor einem Supermarkt. Dort kaufe ich meist ein, da preiswert und ich muss die Sachen nicht so weit schleppen. Auf der Seite wo mein Boot liegt gibt es einen kleinen Supermarkt, der ist aber ziemlich teuer. So ist das auch auf vielen kleinen Inseln hab ich mir sagen lassen. Vieles muss mit Fähren gebracht werden, der Durchsatz ist nicht sonderlich hoch. Somit sind die Waren teuer.

Daher sollte jede Gelegenheit genutzt werden das Grundsortiment aufzustocken. Frische Ware muss man dann vor Ort kaufen.

Heute zum Beispiel bin ich mit einem Italiener mitgefahren. Der liegt zwei Boote neben mir und hat ein Auto dabei. Ab und an trinken wir gemeinsam ein Bierchen zusammen und reden nicht über Fußball. Er hat es mir angeboten, da habe ich natürlich gleich ja gesagt, solche Gelegenheiten gibt es selten und müssen genutzt werden. So hatte ich mal die Möglichkeit zu Lidl zu kommen und einen Großeinkauf zu tätigen.

Hier meine Ausbeute:

Die Schwerpunkte des Einkaufs verfälschen ein wenig, hier geht es um Dinge die schwer sind. Außerdem kommt meine Tempelhofer Crew bald, das ist für sie, nicht für mich ;-). Spaß!

Hier eine Karte wo das alles in Preveza liegt:

Lidl ist ca 5 km vom Shuttle weg, der Fleischer 500m.

Später mache ich das alles mit dem Dinghy, je nach Entfernung noch zusätzlich mit dem Fahrrad. Es gibt noch mehrere Fleischer in Preveza, sogar zwei die noch dichter sind. Mein Auserwählter hat gute Ware und mit ihm kann man reden. Ich habe ihm erklärt was Schabefleisch oder Tartar ist. Wenn ich das nächste Mal komme, dreht er es mir frisch durch mit einem Stück Fleisch meiner Wahl. Es hat ziemlich komisch geschaut, als ich ihm gesagt habe das man es in Berlin/Deutschland roh isst.

Auf dem Bild ist auch ein Brot zu erkennen, Lidl hat hier auch Sauerteigbrot, das ist eine Besonderheit. Sauerteig-Produkte gibt es in Griechenland sehr selten. Brot und Backwaren sind eh ein deutsches Ding, darin sind wir Weltmeister.

Ich werde die kommenden Tage noch ein paarmal mit dem Shuttle fahren und die Vorräte weiter aufstocken. Später ist es immer mit mehr Aufwand verbunden. Das Boot hat noch viel Platz!

2 thoughts on “Proviantieren oder Bunkern

  1. Sandra says:

    Das sieht total gut aus! Unglaublich, dass es da einen Lidl in deiner „Nähe“ gibt. Verrückt! Das freut mich für dich Sind denn die Preise halbwegs gleichwertig wie in DE? Ich war mal bei einem in Italien und es war teilweise günstiger, aber auch sehr viel teurer ich nehme den Speck! Und den Wein …

    • SY Yendor says:

      Hi Sandra, mit den Preisen kenne ich mich nicht so gut aus aber es ist preiswert. Es gibt sogar einen Lidl in Korfu Stadt da komme ich mit dem Dinghy bis auf 100m ran, da ein kleiner Kanal in die Stadt führt, genau dorthin. Viele deutsche Segler fahren Lidl speziell an, die sind in Griechenland gar nicht so selten. Den Speck zum Beispiel gibt es nur dort, deshalb habe ich gleich drei Doppelpackungen gekauft. Langsam entwickle ich mich zum Insider!

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