Kühlen für die Unabhängigkeit

Das Boot besitzt zwei Kompressor-Kühlschränke für 12V der Marke Vitrifrigo. Einmal 100l und einmal 130l. Mit dem Volumen bin ich sehr zufrieden, wenn Gäste an Bord sind wird sich zeigen ob es reicht.

Für die Techniker unter uns, beide mit Danfoss Kompressoren und Steuerung. Später werden ich diese auf eine digitale Steuerung umrüsten, die habe ich schon aus Berlin mitgebracht.

Die ersten Wochen war ich damit beschäftigt mich mit der Regelung auseinanderzusetzen. Wie früher üblich haben sie nur ein Drehrad mit einer Skala von 1 – 5. Beide Kühlschränke habe ich mit einem Fernthermometer ausgerüstet, um sie richtig einstellen zu können (die aktuellen Werte kann man auch in Echtzeit auf meiner Homepage unter dem Menüpunkt „Powermanagement“ einsehen).

Im Bild beide Kühlschränke und die Umgebungstemperatur im Raum, hier mit T-Salon bezeichnet, über einen ganzen Tag betrachtet:

Schön zu sehen, wie lange der Lebensmittelkühlschrank nach dem Öffnen braucht, um wieder herunterzukühlen. Der Getränkekühlschrank muss schon jetzt kämpfen. Es wird sich zeigen, wie er sich verhält, wenn die Temperaturen Richtung 40 Grad und mehr gehen.

Vorgestern habe ich die Temperatursensoren aus den Räumen in die Eisfächer der Kühlschränke gelegt. Leider habe ich noch nicht genügend Sensoren, weitere sind bereits auf dem Weg. Dann ist alles perfekt eingerichtet. Ich wollte damit prüfen, ob die Temperaturen zum Einfrieren bzw. Lagern gefrorener Lebensmittel ausreichend sind.

Hier eine Tabelle über die „Sterne-Klassen“ bei Eisfächern

Im Bereich Haushalt macht sich niemand darüber Gedanken, haben doch fast alle ein „richtiges“ Tiefkühlfach mit mindestens -18 Grad. Bei uns „Campern“ oder bei alten Kühlschränken ist das schon noch ein Thema.

Hier das Ergebnis des Monitorings der Eisfächer:

Hier schön mit der roten Linie zu sehen wie der Kompressor des Lebensmittelkühlschranks immer wieder ein- und ausschaltet, um die Zieltemperatur zu halten. Mit -11 Grad im Mittel bin ich doch zufrieden, da kann ich schon mal für ein oder zwei Wochen bevorraten. Dies ermöglicht mir auch für längere Zeit in einsamen Buchten zu liegen ohne auf leckeres Grillfleisch verzichten zu müssen. Das diese Temperaturen nicht dafür geeignet sind frische Ware einzufrieren ignoriere ich bewusst, wird schon klappen, muss ja nicht Hähnchen sein.

Der Getränkekühlschrank schafft es leider nicht, er pendelt so um die -3 Grad. Das kann ich höchstens mal für schnelles Runterkühlen nutzen.

Übrigens: Ich habe festgelegt, welcher Kühlschrank für Getränke und welcher für Lebensmittel genutzt wird. Ich wollte das nicht durcheinanderhaben. Im Getränkekühlschrank hat man zudem weniger Möglichkeiten, die Ware zu ordnen, da er eher tief als breit ist. Nur die Milch lagere ich in der Tür des Lebensmittelkühlschranks.

Nun kann ich den Großeinkauf starten!

Sollten die Temperaturen nicht zu halten sein, werde ich mir später noch eine Tiefkühlbox zulegen.

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