Hier ist nun erst einmal mein Zuhause. Wie lange, so genau weiß ich das noch nicht. Erst war Ende April, dann Ende Mai nun ist Anfang Juni geplant.
Auf dieser Seite der Durchfahrt zum Ambrakischen Golf sind drei Marinas nebeneinander mit demselben Geschäftsmodell, Boote an Land stellen. Insgesamt verfügen sie über mehr als 2500 Stellplätze, das ist ganz schön viel. Wenn ich auf meinem Boot stehe und so in eine Richtung schaue sieht es auch aus wie im Wald aus Masten.

Die Bilder sind übrigens mit meiner Drohne gemacht, hier im Vordergrund sieht man meine Mastspitze
Klassisch ist es hier so, die Eigner kommen einmal oder zweimal im Jahr hierher. Vorher reservieren sie sich die Termine um das Boot ins Wasser reinsetzen und wieder rausnehmen zu lassen. Meist kommen sie ein paar Tage früher für Arbeiten am Boot. Die Hauptaufgabe der Marineros besteht darin Boote zu wassern, aus dem Wasser zu holen und an Land zu ihrem Stellplatz zu fahren. Das machen sie den ganzen Tag.
Die Marina ist nicht die beste hier aber sie ist die preiswerteste. Hier darf ich auf dem Boot übernachten und ich darf Arbeiten am Boot vornehmen. Möchte man eine Firma beauftragen, muss man die Marina vorher fragen, es sind nur von ihnen zugelassene zertifiziert und haben Zutrittsrecht. Bisher gab es wohl noch nie Probleme, ich habe noch keine Firma benötigt.
Neben dem Stellplatz werden noch andere Leistungen angeboten. Strom und Wasser sind im Preis mit drin, ein Wlan gibt es hier auch, das ist aber mehr schlecht als recht. Es reicht weder für YouTube, schon gar nicht für TV über Stream. Es ist auch recht instabil.
Es gibt eine kleine Werkstatt die jeder nutzen kann. Hier ist ein großer Tisch, ein Schraubstock und ein Schleifstein vorhanden. Beides habe ich schon mehrfach genutzt, ich mache vor allem meine Flexarbeiten wegen dem Funkenflug dort.

Waschmaschinen können für 6€ pro Waschgang genutzt werden einen Trockner gibt es nicht. Ist bei dem Wind und den Temperaturen auch völlig unnötig. Der Waschgang geht nach Zeit, dauert 1 Stunde und ist auf 40 Grad fixiert. Sozusagen eine Einprogramm Waschmaschine. Es gibt vier Maschinen der einfachsten Qualität, besser als gar keine!

Es gibt zwei Sanitätshäuser, die Sauberkeit lässt häufiger zu wünschen übrig.

Einen Aufenthaltsraum mit einer Bibliothek gibt es auch. Links im Bild auf dem Tisch kann man Dinge hinlegen die man selber nicht mehr braucht aber vielleicht andere noch gebrauchen können. Meiner Erfahrung nach bleiben die Sachen dort nie lange liegen, nur ein paar Tage, dann sind sie weg. Manchmal staune ich was die Leute noch so gebrauchen können. Auch ich habe dort schon Dinge hingelegt die ich auf dem Boot ausgebaut habe. Ich finde es toll, so kommt es wieder in den Kreislauf zurück und spart Ressourcen und landet nicht im Müll.

Hier ein Blick auf das Verwaltungsgebäude. Im hinteren Bereich ist ein kleiner Marine Shop.

