Leider war die Gans die goldene Eier legt nicht dabei.
So wie jeder zu Hause muss auch ich öfter los, Lebensmittel, Getränke und andere Dinge für den täglichen Bedarf kaufen. Dies wird meist auch mit dem Müllwegbringen verknüpft.
Es ist nur nicht ganz so einfach. So sieht es aus wenn ich losfahre, Dinghy ist beladen, hab mich dann doch umentschieden und das Rad schon an Bord ausgepackt, hier auf dem Bild in der schwarzen Tasche zu sehen:

Am Ufer angekommen erst einmal Schuhwerk wechseln und alles ausladen.

Das rote ist ein Benzinkanister, den wollte ich auch volltanken. Vorher muss ich mir immer eine Strategie zurechtlegen, was ich in welcher Reihenfolge einkaufe. An diesem Tag Benzin zuerst, die Tankstelle ist ca. 1,8 km entfernt.

Zurück zum Dinghy, Kanister einladen. Wieder los zum Supermarkt Getränke kaufen, zurück zum Dinghy einladen. Ich habe noch nicht gehört, dass hier in Griechenland etwas aus den Dinghys gestohlen wird. Daher kann man es beruhigt zwischenlagern. Wieder los Lebensmittel kaufen im Supermarkt

In Griechenland, zumindest in der Gegend wo ich gerade bin, gibt es zwei größere Supermarktketten. Market In, wie hier auf dem Bild zu sehen und AB, wie auf dem folgenden Bild. Die AB Märkte sind durchaus schon groß und mit einem Edeka vergleichbar. Hier in Vonitsa ist er aber recht klein. In Gouvia auf Korfu war der riesig.

Gewöhnen muss man sich daran nicht alles zu bekommen. Wurst-Aufschnitt wie wir ihn kennen gibt es hier nicht. In erster Linie gibt es eingeschweißte Wurst, meist als Formfleisch, passend für Toastscheiben. Dies gilt auch für Käse. Die Wurstauswahl ist echt schlecht, Leberwurst oder Teewurst gibt es genauso wenig wie Rostbratwurst oder Wiener Würstchen. Auch meine Sucht nach Erdnussflips oder Ültje Jumbo Erdnüsse wird hier nicht befriedigt. Danke an Antje und Jan für das Glas Leberwurst und die Chilischoten in einem Paket. Man muss hier schon alles abklappern, um das gewünschte zu bekommen. Ich habe lange nach Panko Paniermehl gesucht. Wer es nicht kennt, es sind gröbere Semmelbrösel, da schmecken Schnitzel gleich viel knuspriger, sind aus Japan zu uns rüber geschwappt. Hier in Vonitsa im AB Supermarkt bin ich fündig geworden, hab ich gleich drei Packungen gekauft. Ab und an mache ich mir dann ein schönes Schnitzel Wiener Art.
Dann steuere ich einen sehr kleinen Bäcker an, der sein Brot noch in einem Holzbackofen bäckt.

Es sind zwar Weißmehlbrote, was anderes bekommt man hier selten. Diese sind richtig schwer, da steckt ordentlich Mehl drin, trotzdem fluffig und schmecken super. Bei jedem Bäcker frage ich auch immer nach sourdough bread (Sauerteig Brot) aber das habe ich bisher nur bei Lidl in Preveza gefunden. Zusätzlich Frage ich immer ob sie heute sweeties (was süßes wie Kuchen, Apfel- oder Cremetaschen) haben, aber das auch eher selten.
Von dort geht es zum Fleischer

Hier sieht man nur Fleisch und die griechischen Würstchen, mein Bild ist nicht sonderlich gut. Im Hintergrund hinter den Fleischern ist ein Tier aufgehangen, mitten im Verkaufsraum. In Deutschland undenkbar. Auch hier gibt es keinen Wurst-Aufschnitt. Ich kaufe häufig fertig zurecht gemachte Bifteki oder Hähnchenfleisch was ich dann grille.
Zum Schluss ein Besuch auf dem Bauernmarkt. Der ist jeden Montag und dort kann man richtig preiswert Obst und Gemüse kaufen. Ich habe die Taschen voller Bioprodukte und immer weniger als 10 Euro gesamt bezahlt. Das ist echt der Hammer. Wie auf dem Beitragsbild zu sehen, könnte ich auch ein Huhn kaufen. Aber ich als kleiner Tierfreund habe davon Abstand genommen.

Der Markt ist nicht so klein wie es hier auf dem Bild aussieht, es gibt bestimmt 20 Stände mit Lebensmitteln.
Natürlich dürfen die Klamotten-Stände nicht fehlen, kostet alles sehr wenig. Davon gibt es ca. 15, zwischendrin auch immer mal ein Stand mit Haushaltswaren, Decken, Taschen, Gardinen oder sonst welchen Krimskrams.

Den großen Rucksack dann vollgepackt geht es zurück zum Dinghy und dann aufs Boot. Mit dem ganzen hin und her sind dann auch schnell mal gute zwei bis drei Stunden weg. Insgesamt habe ich dann auch ca. 10 km mit dem Rad zurückgelegt.
PS: Wenn ich in den kleineren Geschäften, wie hier beim Bäcker oder Fleischer, Bilder mache, frage ich vorher. Bisher hat das noch niemand abgelehnt.
