Geplant war der erste Ankerplatz vor Vonitsa, dort haben die Aachener schon auf mich gewartet.
Noch wollte ich die Segel nicht rausholen, ich bin alles unter Maschine gefahren. Der Motor schnurrte wie ein Kätzchen, die Strecke war nicht so lang.

Das waren rund 16 km. Für den Tag war Regen angesagt, der Himmel war bewölkt und es kamen auch ein paar
Tropfen runter. Sonst war die Fahrt recht unspektakulär, hier ein paar Impressionen:
Kurz nach der Wasserung. Hier im Video noch die Seekarte zu sehen. Oben in der Mitte Geschwindigkeit (4.1 kt = Knoten) und Kurs (COG = Kurs über Grund)
Als ich dann auf dem großen Wasser war habe ich den Autopiloten eingeschaltet. Der Autopilot steuert das Boot selbstständig. Dabei kann man verschiedene Modi einstellen. Unter Motor macht am meisten Sinn nach Kurs zu fahren, bedeutet, das Boot fährt stur den eingestellten Kurs. Wenn man unter Segel fährt kann dies gefährlich werden, wenn der Wind dreht. Dies kann dann zu schlagenden Segeln führen und Schäden am Boot verursachen. Hier ist die bessere Wahl nach Windwinkel zu fahren. Zum Beispiel das Boot soll so steuern, dass der Wind das Boot immer in einem Winkel von 90 Grad trifft, dann sind die Segel immer richtig eingestellt. Ein weiterer Modus unter Motor wäre nach Route. Es werden mehrere Wegpunkte eingegeben und das Boot fährt diese Route automatisch ab. Das werde ich eher nicht nutzen. Unter Motor würde es gehen, unter Segel wäre es schwieriger.
Unter Autopilot war auch Zeit mir mit meiner Kaffeemaschine unter Deck einen Kaffee zu machen und diesen während der Fahrt zu genießen. Dabei gilt es immer den Seeraum gut im Auge und freie Fahrt zu haben. Sonst ist das nicht möglich.

Die Instrumente von links nach rechts Steuerung Autopilot, Multifunktionsanzeige (hier Windwinkel), Steuerung Ankerwinsch, Steuerung Bugstrahlruder (hiermit kann ich den vorderen Teil des Bootes per Kopfdruck nach links oder rechts „verschieben“)
Hier ein Blick nach hinten raus:
Hier noch ein Schwenk während der Fahrt:
Nachdem ich dann in der Bucht war habe ich erst einmal geankert. Das war nicht so toll, Helmut ist dann mit seinem Beiboot gekommen und wir haben das Boot noch einmal in ihre Nähe verlegt. Im Anschluss gab es das verdiente Ankerbier.

Einen „Anleger“ trinken ist ein Ritual. Was getrunken wird ist unterschiedlich, die meisten trinken ein Bier. Meine Crew die ihr Boot in Italien liegen hat, wo ich auch schon mal zwei Wochen mitgefahren bin, trinken zum Beispiel einen Limoncello, als wir in Griechenland per Charter unterwegs waren haben wir einen Ouzo getrunken.
Angekommen:


man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
Das stimmt!