Mein Ziel ist es, so viel auf Elektro umzustellen wie möglich. Im Standard haben Boote eine Gasherd verbaut der aus Backofen und 2, 3 oder 4 flammigen Kochfeld besteht. Bei mir waren es vier Flammen.
Der Grund: Strom bekomme ich durch die Sonne kostenlos, Gas muss ich mir umständlich an Land besorgen. Hier würde es dann heißen Gasflasche ins Beiboot (Dinghy) laden, an Land fahren, zu Fuß eine Gasstation aufsuchen, Flasche tauschen und das alles wieder zurück. Das kostet Geld und ist mir zu aufwändig.
Ich habe schon in Berlin einen Mini-Backofen von Panasonic gekauft damit ich mit ihm üben kann. Er hat einen großen Garraum, integriert Mikrowelle, Grill, Heißluftbackofen und Dampfgarer und besitzt die neueste Inverter Technologie, bedeutet er ist im Strom recht sparsam. Bei meinen Versuchen habe ich festgestellt das er völlig ausreichend ist und für gut befunden.
Das dreiflammige Kochfeld habe ich erst einmal durch ein Induktionskochfeld ersetzt mit nur einer Platte. Ich komme damit gut zurecht, wenn man sich im Kochen ein wenig umstellt geht das auch. Man darf nicht vergessen, das Boot hat auf dem Wasser vor Anker kein Kabel an Land. alles muss selbst produziert und/oder aus Batterien bereitgestellt werden. Wer sich schon mal ein wenig mit Strom beschäftigt hat weiß was es bedeutet mehrere Großverbraucher gleichzeitig zu betreiben. Wir, die immer in einer Wohnung oder Haus gelebt haben machen uns nie darüber Gedanke. Wir schalten einfach ein was benötigt wird. In anderen Ländern mit schlechteren Infrastrukturen ist dies schon mehr ein Thema.
Daher kann ich auch nicht ein Gerät betrieben welches mehrere kW verbraucht schon gar nicht zwei gleichzeitig. Die aktuell Verbaute Anlage ist schon nicht so schlecht, andere Boote träumen davon. Trotzdem werde ich die vorhandenen Geräte gegen leistungsstärkere austauschen aber das ist ein anderes Projekt. Die Geräte dafür habe ich aber schon aus Berlin mitgebracht, die Anlage hatte ich schon seit 2021 bei mir in der Wohnung als Test am laufen.
Also alter Gasherd raus

Elektrobackofen und Kochplatte rein.
Ziel war es dabei die kardanische Aufhängung weiter zu nutzen, um die Schräglage beim Segeln ausgleichen zu können. Somit das Gehäuse vom alten Ofen abgebaut, mit der Flex bearbeitet

und den neuen Backofen eingesetzt. Dafür musste ich auch den Schwerpunkt des neuen Ofens ermitteln damit er im Ruhezustand auch gerade hängt.

Im Anschluss habe ich eine Holzplatte angefertigt und erst einmal mit Alufolie abgedeckt. Es kommt meiner Faulheit zugute, später kommt dort noch eine Edelstahlplatte hin. Darauf ist die Induktionskochplatte gestellt.

Vielleicht kommt später noch ein zweiflammiges Induktionskochfeld hin, es gibt spezielle, die man auf die zur Verfügung stehende maximale Energie einstellen kann. Das von Rommelsbacher würde genau in den Ausschnitt passen. Mal schauen, bisher komm ich auch ganz gut ohne klar.
