Solarleistung kann man nie genug haben

Das Boot war bei Kauf schon mit einem großen Solarträger ausgestattet. Dies war auch mit ein Kaufentscheid da ich unbedingt einen haben wollte. Wäre er nicht da gewesen, hätte ich immer einen anfertigen und anbauen lassen. Das ist sehr teuer, wie ich schon mal an anderer Stele geschrieben habe zwischen 5 und 10T €.

Bestückt war der Träger mit zwei 410 Wp (Wp = Watt peak) quer zur Fahrtrichtung. Die Module sind von einem namhaften Hersteller aber mit 410 Wp nicht am Ende der heutigen Möglichkeiten. Ich hatte mich dazu entschieden den Träger so umzubauen, das ich die Module drehen, also längs zur Fahrtrichtung installieren kann. Dadurch würde ich anstelle von zwei Modulen drei anbauen können. Die Standard Modulgröße ist in dem Bereich 176 cm x 113 cm. Ich wollte aber nicht die alten Module behalten und nur ein neues kaufen, ich wollte alle drei gleich und von der neuesten Generation. Jedes Wp zählt.

So sah es vorher aus, Module sind quer:

Somit habe ich mich auf dem Markt umgeschaut und mich letztendlich für Aiko Module mit 490 Wp entschieden. Dies ist aktuell die höchste Leistung bei der Größe. Gekauft hatte ich im Herbst 2025 zum Black Friday zu gut 60 € das Stück. Inklusive Versand nach Berlin hat dann alles zusammen 300 € gekostet. Damit habe ich dann rechnerisch die Leistung von insgesamt 820 Wp auf 1470 Wp erhöht, das ist schon nicht so schlecht.

So sieht es jetzt aus Module sind längs:

Ich habe bewusst einen Abstand zwischen den Modulen gelassen damit Luft dort entweichen kann damit es nicht wie ein großer Flügel wirkt. Ob ich damit richtig liege weiß ich nicht.

Was bedeutet das?
Ich schätze das alle drei Module zusammen bei optimalen Bedingungen hier in Griechenland auf eine Tagesleistung von 10kWh kommen. Mit der gewonnenen Energie kann ich nur etwas anfangen wenn ich auch Abnehmer dafür habe. Sprich die Batterie ist leer und kann gefüllt werden oder ich habe Verbraucher an, die das direkt aufnehmen wie zum Beispiel mein Warmwasserboiler. Das Boot selbst braucht nie 10 kWh am Tag. Aber es geht nicht um den optimalen Ertrag, hier schaue ich vor allem auf das schlechte Wetter, bewölkt, Regen, Herbst, Winter. Da bin ich um jeden Quadratzentimeter froh, den ich habe. Und ich könnte jetzt schon wetten, das die aktuelle Leistungsfähigkeit dann nicht ausreicht.

Daher plane ich noch zwei leichte Module a 100 Wp auf dem Verdeck zu befestigen. Die habe ich auch schon in Berlin gehabt, die brauche ich nur zu installieren. Dann sollen rechts und links vom Boot an der Reling hinten noch jeweils eins befestigt werden. Dafür müssen die aktuell verbauten Relings Drähte durch Rohr ersetzt werden. Das muss ich beauftragen, das kann ich nicht selber machen. Es gibt Schraublösungen, die gefallen mir aber nicht. Ein Nachbar hier von mir hat das bei sich machen lassen und nur für den Rohrumbau 700€ bezahlt. Dazu kommen die Module. Da diese recht speziell sind, lang und schlank gibt es wenig Stückzahlen was sie teuer macht. Die 170 Wp Module koste das Stück aktuell ca. 250 Euro. Wenn ich dann alle die hier aufgezählten Module habe, käme ich auf eine Gesamtleistung von 2010 Wp. Aber alles Zukunftsmusik, erstmal geht es so los, ich habe Strom im Überfluss. Ich kann das sehr genau einschätzen da ich schon eine Weile mit dem aktuellen Konstrukt lebe.

Hier ein paar Bilder vom Umbau, der Bohrplatz für die Löcher im Träger. Ich bin so froh die Standbohrmaschine mitgenommen zu haben.

Auch die Kapp-Flex habe ich von zuhause mitgebracht. Nach und nach merkt man, warum es vier Paletten waren. Auch da war ich froh die nebst Kabeltrommel gehabt zu haben. Alles mit der Hand und dann auch noch gerade sägen (wäre nie gerade geworden) hätten mir keine Freude bereitet und noch mehr Zeit gekostet.

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