Überführung von Gouvia nach Preveza

Das Boot lag nun in der Marina Gouvia am Steg im Wasser. Der Platz war bezahlt bis zum 11.07.2025 durch den Verkäufer.

Ich hatte schon vom Makler Collien gehört das die Liegeplätze dort nicht gerade ein Schnapper sind. Ich habe mit ein Angebot für ein Jahr geben lassen, da ich erst im Frühjahr 2026 zum Boot kann und dann auch erst einmal Arbeiten vornehmen wollte. Der Preis lag bei knapp 10T €, eindeutig zu viel für mich. Diese Summe für etwas was ich nicht nutzen kann, das muss anders gemacht werden.

Auch hier bat ich Marie und Rolf den Gutachter um Unterstützung, sie schlugen Preveza vor. In Preveza gibt es in der Hauptsache nur Landplätze, mehr als 2500 (kein Schreibfehler). Einen Boot tut es auch mal gut an Land zu sein und richtig „trocken“ zu werden. Auch bekommt es dann keinen Bewuchs durch Muscheln, Kalkröhrenwürmern und anderes Getier. Wir war wichtig ich darf darauf wohnen und am Boot selber arbeiten. Alles erfüllte die Marina Aktio. Der Preis war weniger als die Hälfte. Großer Nachteil, es ist sehr schlecht zu erreichen. Der Flughafen in 3 km Entfernung fliegt Berlin nur in den Monaten Juni, Juli, August direkt an. Ich habe gebucht. Ich möchte dort nur bis zum Sommer 2026 bleiben und dann ins Wasser gehen. Ab da habe ich keinen Heimathafen und bin als Wassernomade unterwegs.

Daher musste das Boot nun dorthin vor dem 11.07.2025 überführt werden. In der Firma hatten wir ein Großprojekt, Frei zu bekommen war recht schwierig. Die 60 Seemeilen sind in einem Tag zu schaffen, da alles neu für mich war, wollte ich aber ein paar Tage Reserve und das auch nicht alleine machen.

Peter ist dann mit mir gekommen (Gruß und Dank noch einmal an ihn) und wir haben das Boot nach Preveza überführt. Sind Mittwoch den 09.07.2025 angereist, sind einkaufen gegangen und haben das Boot beladen. Die erste Mahlzeit an Bord genossen.

Uns mit den nötigen Eigenschaften des Bootes vertraut gemacht und nächsten Morgen Richtung Preveza auf den Weg gemacht. Am Mittwochabend hatten wir noch versucht das Vorsegel zu setzen, es aber nicht hinbekommen. Damit wollte ich eigentlich segeln oder zumindest bei Motorausfall ein Fallback haben. Nun hatten wir nur den Motor und haben die ganze Strecke damit zurückgelegt. Er hat gehalten, hat geschnurrt wie ein Kätzchen.

Auch auf See mussten wir auf kulinarische Leckereien nicht verzichten, es gab Rühreier mit Speck.

Autopilot eingeschaltet, Peter hat oben an Deck aufgepasst und ich habe unter Deck am Laptop gearbeitet. Da wir die ganze Zeit küstennah unterwegs waren, stellte die Datenverbindung kein Problem dar. Sogar Videokonferenzen waren möglich. Donnerstagabend sind wir dann noch vor dunkelwerden angekommen. Freitagfrüh war Termin zum rauskranen.

Auf dem Landweg zum Platz

Es war noch Zeit sich das Boot ein wenig anzuschauen aber in der Hauptsache haben wir entspannt. Da steht sie nun, mit den ursprünglichen Namen

Für mich selbst war die gesamte Zeit sehr anstrengend, vor allem mental. Alles war neu, es ging um eine große Summe, alles lief parallel zum Job, die Zeitschiene war recht eng, es gab super viel zu organisieren. Als das Boot dann stand und auch die Rückreise (100 km mit dem Taxi zur Fähre, mit dieser nach Korfu und dann zum Flughafen und nach Berlin) geklappt hat, ist eine Menge Last von mir gefallen.

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